Legitimierte, organisierte soziale Ungleichheit – und alle machen mit

ist die passende Überschrift für das, was unsere Gesellschaft trotz aller Unterstützungssysteme und aller politischen und anderen Absichtsbekundungen ausmacht.

Der Zeitpunkt ist passend, gerade erst sind die Streiks im öffentlichen Dienst beendet  und es ist ein Verhandlungsergebnis da.  Vielleicht trugen ja bevorstehende Wahlen dazu bei, dass es irgendwie gefühlt erstaunlich schnell ging.  Ich bin mir nicht sicher ob es immer so im öffentlichen  Bewusstsein präsent ist, worum es geht, wenn „der öffentliche Dienst“ streikt. Jedenfalls bei weitem nicht nur um die unteren Gehaltsgruppen und die Erzieherin und die Krankenschwester, die aber gern als Gallionsfigur herhalten müssen. Für deren berechtigte Interessen die Gesamtbevölkerung Verständnis haben muss und soll. Aber: Der öffentliche Dienst ist weit mehr. Und innerhalb des öffentlichen  Dienstes gibt es verdammt viel soziale Ungleichheit. Ich hatte kürzlich einen Beitrag geschrieben zum Thema Legitimation von Ungleichheit mit Gerechtigkeit.

Und je mehr ich darüber nachdenke, wird wohl „der öffentliche Dienst“ als sozialer Raum und als soziales System als legitimierte organisierte soziale Ungleichheit mein nächstes Thema.