In einem kleinen Städtchen

ganz weit weg hinter den Bergen in einem wundervollen Tal, da schworen einstens wackere Bürger, von nun an solle alles anders werden. Die einstige Königin habe ihren Hofstaat recht herrisch regiert, so ging die Sage, die braven Bürger nicht gefragt, ja sogar in Hinterzimmern habe sie gekungelt. Die wunderschöne Landschaft sei mit Wackersteinen so vollgepflastert worden, dass man glaube, es handele sich um ein Schnittmuster aus der Hofschneiderei! Im Schlosse, oh welch Grausen, herrschte ein rauher Ton. Was die Königin befahl, das habe zu geschehen gehabt. Und immer und überall sei der Hofkämmerer zu gegen gewesen, ein böser Mann, dem man nicht trauen könne, so sagten die wackeren Bürger.
Welch Jubel, welche Freude, als die Königin einstens abdankte! Nun solle alles anders werden. Eitel Freude sollte herrschen, ein jeder den anderen lieben und wenn dies nicht möglich seie, so wolle man sich doch mit Respekt und Achtung begegnen. Und vor allen solle niemals nie mehr irgendwer sich wie ein Herre aufführen und Befehle erteilen oder gar durchregieren! Künftig hin solle man wie einstens König Arthur sich mit allen an einen Tisch setzen, wenn es an der Zeit wäre, wichtige Entscheidungen zu treffen. So geht die Sage. Aber leider leider kam ein großer Wind über unser glückseliges Städchen, der brachte Böses mit. Den Staub des Vergessens. Denn als es an der Zeit war, da hatten die wackeren Bürgerchen vergessen, was sie einstens versprachen. Sie traueten einander nicht über den Weg. Sie bewarfen einander mit faulen Eiern. Sie waren sich nicht zu blöde, sich gegenseitig zu beleidigen.Und baten den neuen König, dass er doch einen kleineren Tisch nehmen solle. An den nicht alle passen.