Quereinsteiger- Update zu heute auf fb

Es besteht wohl kein Zweifel, dass der Lehrermangel ein Mangel ist, der seine Ursachen hat und das macht manche Lesart, die Quereinsteiger wären ein Gewinn für Schule per se oder erhöhten die Vielfalt, so absurd. Baye lässt grüssen. Der Grundstein für das Problem ist schon vor vielen Jahren gelegt worden, es war absehbar und die Warnungen waren laut genug. Ich würde ein wenig mehr Demut und Erkenntnis der eigenen Verantwortung und vor allem ein Handeln empfehlen was tatsächlich das Problem angeht. Das heißt:
1. die Reputation des Lehrerberufs und der Lehrer nicht weiter untergraben
2. für genügend Ausbildungsmöglichkeiten sorgen und zwar auf eine Weise, dass a) bedarfsgerecht b) geeignete junge Menschen diesen Beruf erlernen können, wollen und wollen können und
3. mit wertschätzdender Kommunikation und wertschätzendem Handeln dafür sorgen, dass diese jungen Menschen sich nicht gewzungen fühlen, Sachsen zu verlassen.

Tragen die Quereinsteiger zur Entwertung des Lehrerberufs bei? Zuträglich ist die Debatte jedenfalls nicht. Wobei ich hier anmerken muss, dass ich mich angesichts mancher Diskussion über Schulen und Lernen und Lehren schon frage, ob diese Entwertung  nicht schon längst passiert. Auf anderen Bühnen. Wenn staatliche Schulen als verkrustet, rückständig, nicht veränderungsfähig, nicht innovativ hingestellt werden – und die Lehrer gleich mit. Aber das ist ein anderes Thema. Richtig ist, dass nicht jeder mit einem abgeschlossenen Lehramtsstudium ein guter Lehrer ist. Aber das ist immer so. Kein Abschluss ist eine Garantie. Das macht eine Ausbildung aber nicht obsolet.
Eines sieht man aber an der Quereinsteiger-Debatte und schon am Ansatz, darin eine Lösung zu sehen, dass der Wert und die Wichtigkeit der Lehrerausbildung in Frage gestellt sind. Wer würde Quereinsteiger in medizinischen Berufen zulassen? Ohne richtige Ausbildung (ab gesehen von Heilpraktikergesetz, das gibts ja auch noch). Oder im Handwerk? …