Ich musst ja

so abstimmen. So äußerte sich mal eine Stadträtin vor nicht allzu langer Zeit in einer nicht allzu fernen Stadt in einem nicht allzu großen Tale an einem nicht allzu kleinen Fluss. Ein trauriger Versuch der Rechtfertigung. Ich musste ja…. oder du kennst doch die Fraktion/Partei/Kreisverband. Lässt sich beliebig austauschen. Keine Ahnung wie oft ich diesen Satz in verschiedensten Variationen schon gehört habe, hören musste.

Halten wir mal fest: niemand, aber auch niemand ist in diesem Land gezwungen, sich gegen seine Überzeugung zu verhalten oder anders abzustimmen. Niemand in diesem Land ist gezwungen die Klappe zu halten wenn jemand, egal ob Fraktionsmitglied, Parteivorsitzender oder ähnliches ein Verhalten an den Tag legt, was nennen wir es mal problematisch ist. Theoretisch. Praktisch ist es aber so, dass in Parteien und Fraktionen recht machtvolle Mechanismen existieren. Die führen nicht nur zu dem absurd erscheinenden beschriebenen Phänomen, sonder auch dazu dass das Vertrauen in „die Politik“ sinkt.

„Die da oben“ sind übrigens auch ein typisches Feindbild innerhalb der Politik. Für eine Stadtratsfraktion ist das der Kreisverband oder die Landespartei oder die Vorstände. Für einen Ortsverband der Kreisvorstand und ganz manchmal führt die Tatsache, dass aus Angst vor Ansehensverlust oder Machtverlust oder sonstigen Dingen Konflikte ignoriert, umgangen und nicht geklärt werden dazu, dass sich die einen sich um nichts streiten und lächerlich machen und sich bei den anderen eine hässliche Gesinnungsfratze zeigt. Helfen tut das niemanden, es trägt nur dazu bei dass die, die am wenigsten Lösungen und Ideen für eine gute Zikunft haben, weiter erfolgreich  den Rattenfänger von Hameln spielen.