QualityLand Dresden – der Tragödie erster Teil

An dieser Stelle mache ich ausdrücklich Werbung  für das neue Werk von Marc Uwe Kling. Man muss es gelesen haben und eigentlich gehört es in den Lehrplan ab Klasse 5. QualityLand. Man könnte es das moderne 1984 nennen  wenn das Szenario so weit weg läge.

Sandra Admin -arbeitet bei Tag24 (und nicht nur dort, sondern auch anderswo). Ihr Job: Aufmerksamkeit generieren, koste es was es wolle, da wo man auf Menschen trifft, die sich so weit in ihrer virtuellen SecondRealityBlase verbarrikadiert haben, dass Vernunft nicht mehr durchkommt und  die hinter allem und jedem eine Weltverschwörung vermuten. Nehmen wir mal ein aktuelles Beispiel: Schlagzeile bei Tag24: Was ist hier los? Rathaus plant Massengräber. https://www.tag24.de/nachrichten/was-ist-hier-los-rathaus-dresden-plant-massengraeber-pandemie-friedhof-357346

Massengräber! Die das Rathaus plant! Hilfe, Katastrophe, Skandal, uns droht die Pest (beginnt doch der Artikel mit dem Beispiel aus dem Jahr 1680).  Kommen wir mal zum Hintergrund des Artikels: Es handelt sich um eine Stadtratsanfrage von Frau Ahnert. Zu finden ist diese hier: http://ratsinfo.dresden.de/getfile.php?id=315268&type=do&

Die Kommentare auf Facebook sind das eigentlich katastrophale:

Wunderts? Leider nicht. Folge auch einer Pressestrategie, in der es in erster Linie Aufmerksamkeit geht. In der eine „gute Geschichte“ die negative Abweichung von der Norm bedeutet, alles andere nicht berichtenswert erschwint. Wen interessiert das ganz normale alltägliche? Und dieses Friedhofsentwicklungskonzept ist etwas ganz normales fürchterlich langweiliges.