Digitalisierung in der Schule

Die Bertelsmann-Stiftung nannte eine Milliardensumme, die fehle, um Digitalisierung an den Schulen voranzutreiben. Keine Frage, nötig ist das. Aber man muss sich fragen, wofür und warum.

Geht es darum, Lernen zu erleichtern, einfacher zu machen? Oder geht es darum, Digitalisierung als Lernziel zu installieren. Beides ist wichtig, beides ist nötig und dringend ist der Erwerb von Kompetenzen im Umgang insbesondere mit digitalen Medien fraglos. Man muss aber genau wissen worüber man redet.

Viel hilft nicht immer viel. Es ist eben ein Irrglaube, dass allein der Einsatz von Technik Wunder bewirkt. Vereinfacht ausgedrückt: Das Laden einer Sprachlernapp aufs Handy nimmt mir das Lernen selber nicht ab. Es gibt noch keine Technologie, die Wissen und Kompetenzen ins Hirn beamt. Ein besserer Unterhaltungswert heißt noch lange nicht dass es sich einfacher lernt.

Mittel und Zweck oder Medium und Botschaft zu verwechseln birgt immer ein gewisses Risiko. Und beim Lernen mit digitalen Medien sowieso.  Es muss immer darum gehen, technologisch das Lernen an sich zu unterstützen, lernen zu verändern.

Und ich habe manchmal meine Zweifel ob – insbesondere wenn in der Politik von Bildungsqualität die Rede ist – alle wissen wovon sie da reden und was sie meinen – und dies auch konkret beschreiben können.