Mission impossible

Ich habe mir da was vorgenommen. Mancheiner weiß das, ich doktere noch an meinem Master herum. Teilzeit ist eben Teilzeit und manchmal sind die eigenen Ansprüche an sich selbst die größte Hürde. Wozu sind Modularbeiten da? Nicht nur für die Note jedenfalls. Glaube ich.

Mit den Jahren habe ich eine Aversion gegen Floskeln entwickelt. Bildungspolitische, sozialpolitische und überhaupt. Inklusion. Alle reden davon. Wissen aber alle worüber sie reden? Nun soll in einem Modul so ein kleines Projekt entwickelt werden. Ein Dingens zum Lernen. Ne Präsi, ein Podcast, Vodcast … Und mangels der Fähigkeit abzuschalten und mal nicht an die Dinge zu denken, die mich nichts angehen, kamen zwei Themen in Anfrage.

Entweder Bourdieu für Kommunalpolitiker (das wäre dann die Relevanz von Bourdieus Millieu- und Habitus- Ansatz für kulturelle Bildung in Kommunen) oder Luhmann für Bildungswissenschaftler.

Nun also, für letzteres habe ich mich entschieden, ersteres mache ich später. Es gibt noch ein Modul gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, da lässt sich die Rolle der Kultur noch besser herausarbeiten.

Arbeitstitel:
„Der Begriff Inklusion und Exklusion im Kontext des Erziehungssystems bei Niklas Luhmann“ im Rahmen eines Kurses für das Modul „Gesellschaftliche Rahmenbedingungen“ an der Fernuniversität Hagen.

Die Begriffe der Inklusion bzw. der Exklusion werden zumeist im Zusammenhang einer kritischen Gesellschaftsanalyse verwendet. Die Systemtheorie beschreibt aber  Inklusion/Exklusion nicht normativ.. Es soll gezeigt werden, dass die systemtheoretische Betrachtung einen anderen Blick auf die Gesellschaft zulässt und die Probleme der modernen, funktional differenzierten Gesellschaft anders beschreibt und eine komplexere Beschreibung der Probleme des Erziehungssystems zulässt.

Gerade für Bildungswissenschaftler, die sich mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen befassen und die in ihrem Beruf später an gesellschaftlichen Veränderungen beteiligt sein sollen, also Exklusion (normativ) vermeiden und Inklusion fördern, brauchen ein möglichst komplexes Bild der Thematik. Nun ist die Systemtheorie an sich sehr umfangreich und der Zugang zu dieser Sichtweise soll erleichtert werden. (ein Widerspruch in sich.)

Mission impossible.

Der eine malt, der andere geht joggen …