Das Ding mit dem Zu-Ende-Denken

„Schichtspezifische oder ethnische Wohnsegregation führt dann nämlich dazu, dass Kinder, die einer bestimmten Schicht oder Ethnie angehören, unterschiedlich gute Bedingungen vorfinden, diejenigen Erfahrungen zu machen, diejenigen Motivationen und Dispositionen auszubilden, das Wissen und die Kompetenzen zu erwerben und diejenigen sozialen Kontakte zu knüpfen, die für das erfolgreiche Durchlaufen der Schulkarriere oder – konkreter – das Erreichen eines weiterführenden Bildungsabschlusses förderlich sind.“ (Alcay, K.:  Habitustransformation durch Bildung, Springer 2017)
Nun also: Ganz kurz: Segregation (oder auch neudeutsch Ghettoisierung) führt zu einer Kumulation von Benachteiligung, da kann die Schule kämpfen wie sie will . Denn: Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten sind ebenso betroffen sind von Segregation, das ist die logische Konsequenz der freien Wahl der Einrichtung. So oder so. Und damit tragen Schulen ebenso zur Habitustransformation bei. Auch so oder so.
These deshalb: Es wäre also konsequent, der Segregation entgegenzuwirken. An der Schule. In der Kita.  Insoweit dass man in den Bildungseinrichtungen für eine Struktur der zu betreuenden Kinder sorgt, die eben NICHT segregiert ist. Ob das aber jeder Bildungspolitiker gewillt ist, durchzusetzen, wage ich zu bezweifeln.